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Freitag, 27. Juli 2007

Sonne, Licht und Liebe


und schon sind wir wieder ein gutes Stück mit der Webseite weiter gekommen. Der flüchtige Besucher wird keinen Unterschied feststellen, aber die vielen Kleinigkeiten, die das Ganze so rund machen, kosten immer viel Arbeit.
Sibylle hat mittlerweile über tausend Presse Emails eingetippt und gespeichert, damit der Freitag, der 13te wie eine Flutwelle über Deutschland hinweg brausen kann :-)

Hier habe ich eine lustige Geschichte:

Elf Leute hingen an einem Seil von einem Hubschrauber. Es waren zehn Männer und eine Frau.
Da das Seil nicht stark genug war, um alle zu halten, beschlossen sie, dass einer loslassen müsste, weil sie sonst alle abstürzen würden.
Sie konnten sich nicht entscheiden, wer das sein sollte, bis schließlich die Frau eine sehr berührende Rede hielt und sagte, sie würde freiwillig loslassen, weil Frauen es gewohnt seien, alles für ihre Kinder und ihren Mann aufzugeben, Männern alles zu schenken und nichts dafür zurückzubekommen.
Als sie damit fertig war, begannen alle Männer zu klatschen…
Moral:
Unterschätze nie die Macht einer Frau.

Donnerstag, 26. Juli 2007

Weil es nichts umsonst gibt! von Elly Lindt

Weil es nichts umsonst gibt!
Elly Lindt
Ein Grabstein aus grauem Granit, davor niedrig gewachsene Rosen, ein Buchsbäumchen und Lavendel.
Valentin´s Schritte knirschen leise auf dem Kies. Er trägt Sportschuhe mit weichen Sohlen, die sind leise und leicht abwaschbar. Heute ist wieder Freitag und er braucht Ware für sein Geschäft. „Wieso haben die Menschen nur so viel Angst vor Freitag, dem Dreizehnten?”, fragt er sich. „Es ist ein wunderschöner Tag! Wieso müssen Gräber duften? Nicht nur Lavendelgeruch wie in einem marokkanischen Basar, jetzt auch noch Zitronenthymian.
Kann nur ein esoterischer Verwandter drauf gekommen sein und alle anderen Zurückgeblie–benen machen es nach”, brummelt Valentin vor sich hin.
Es ist stockfinster, aber er kennt die Wege und bleibt, wenn möglich, unter den Bäumen.
Der Blumenduft ist ein Orientierungspunkt, auf den er gut verzichten könnte.
Heute geht es an dem großen Kruzifix rechts ab. Valentin erwartet eine große Ausbeute.
Sebastian Fink, ein bekannter Dirigent, wurde heute beerdigt. Reicher Pinsel, 59 Jahre alt, Lungenkrebs. Jeder hat so seine Sucht!
Valentin trinkt lieber. Gut fürs Geschäft. Wer kauft schon Blumen, die nach Nikotin stinken....wäre nur eine Sorte für Kiffer.
Der Boden unter ihm wird lockerer. Er ist am Grab.
„Hi Sebastian, nix für ungut. Du musst Dich von Deinen schönsten Sträußen und Kränzen trennen. Hast doch genug bekommen gestern. So hast Du noch deine letzte gute Tat getan auf dieser Welt.“
Valentin hatte nach der Beerdigung das Grab besucht und geschaut, was da ist und wo alles liegt. In der Dunkelheit muss er wissen, was er mitnehmen will, damit er die Schubkarre richtig plaziert, um sie zügig zu beladen.
Valentin packt Kränze mit Christrosen, Pfirsichzweige, Tulpen und Nelken mit Heidekraut ein.
Rechts und links von Sebastian Fink wurden noch Gräber ausgehoben. Wenn es sich lohnt, wird er in den nächsten Tagen wieder mit seiner Schubkarre hier vorbeikommen. Die steht immer am Kompostcontainer. Noch einfacher könnte es gar nicht mehr sein. Der Boden ist sehr locker und glitschig, da ist Vorsicht geboten. Vor drei Wochen hat er sich an einem Gesteckständer bei Wilma Strunz das Knie blutig geschlagen, als er auf dem feuchten Boden ausrutschte. Hatte sich aber mal wieder gelohnt. Die Blumen waren am selben Abend noch verkauft. Jaaa, auf diese Idee muss erst mal einer kommen. Doppelverwertung oder Recycling.....!
Menschen mit Blumen glücklich machen, die die früheren Beschenkten eh nicht mehr sehen können.
...

weter gehts in dem Buch "Freitag, der 13te

Hörbücher mit Hörproben verlinkt

Immer wieder wird auf der Webseite eine Kleinigkeit geändert, hier was und da was und alles hält furchtbar auf. Immer wieder auf die Uploads warten und immer wieder überprüfen, ob sich nicht ein Fehler eingeschlichen hat. Jetzt haben die Hörbücher auch die passenden Hörproben. Hört einfach mal rein.
Jetzt fehlen nur noch die Hörproben zu den einzelnen Autoren. Gut Ding will Weile haben. MOrgen gehts weiter.





Mittwoch, 25. Juli 2007

Neuer Menuepunkt: Autoren

Endlich scheint wieder die Sonne und es geht weiter. Heute haben wir die Navigationsleiste um einen weiteren Punkt vergrößert: Autoren. Dort kann man sich den Autor ansehen, nach der Email gucken oder schauen, ob er oder sie eine Webseite hat und vielleicht auch noch eine Audiodatei anhören. Ist im Aufbau und wir hoffen, dass wir bald alles beisammen haben.

Jetzt mal was privates:

Gestern abend ging ich einkaufen und an der Kasse sieht mich ein Mann
unverwandt an. Ich schaue zurück und denke: "den kenne ich." Und auf einmal wende ich meinen Blick ab, denn ich empfand mich als unverschämt, dass ich so lange gucke. Aber wie magisch schaue ich wieder hin und sage: "Wir kennen uns." Er löst sich aus seiner Erstarrung und meint, "aber nur, wenn du eine geborene Schweitzer bist." Ich grinse breit und sage, "stimmt". Na ja und dann kommen wir ins Gespräch und ich weiß genau, wer er ist. Wir gingen zusammen in die ersten vier Klassen der Zwergschule Thekhaus in Hochdahl . Zufall? Nein, glaube ich nicht, es gibt keine Zufälle, irgend etwas hat das Schicksal vor. :-) Aber was? Ist es nicht schön, dass man sich nach soooo langer Zeit wieder erkennt?

Heute Abend kommt Herr Schmidt, um die letzten Korrekturen für Schlesien und Preußen zu machen und dann kann das Buch in Druck gehen.

Ich wünsche für heute noch einen schönen Tag.

Neue Geschichte: Eingefahren von Alexandria Bock

Auszug aus

Eingefahren
Alexandria Bock

...

Er steigt also in die Bremsen und öffnet die Tür, die ein lautes Zischen vernehmen lässt.
Mit einer Handbewegung, die dem keuchenden Fahrgast deutet, dass er einsteigen soll und den Worten: „Komm steig ein.“, lächelt er und wartet darauf, dass der Mann einsteigt.
Doch plötzlich bleibt dieser stehen. Ihm ist schwindelig und er wird kreidebleich im Gesicht. „Fritz! Was ist Los? Geht es Dir nicht gut?“, fragt der Fahrer und beugt sich vor.
Fritz sieht durch ihn hindurch und es scheint ihm, als greife eine bleiche Knochenhand nach ihm, die ihn einläd, einzusteigen. Das Gesicht des Fahrers sieht urplötzlich wie ein Totenschädel aus, der ihn breit angrinst.
Die Welt um ihn herum verschwindet und er nimmt nur diese Geisterhand wahr.
...

Wie geht es weiter?

Freitag, der 13te erscheint im September

Dienstag, 24. Juli 2007

Webseite + Der Falschgelddieb von Kornelia Frenzel

Dienstag und es regnet. Heute haben wir die Webseite weiter optimiert: www.schweitzerhaus.de, guck einfach mal rein :-)


Wie versprochen kommt heute wieder eine Leseprobe aus Freitag, den 13ten:

Der Falschgelddieb
Kornelia Frenzel

Frau Ludwig, eine Rentnerin aus Mosbach im Allgeu wollte einkaufen gehen. Es war ein schöner, sonniger Tag, die Schmetterlinge tanzten in der warmen Luft über einer bunten Blütenpracht. Als sie die Sparkasse passierte, sah sie, dass der Raum leer war und sie wollte die Gelegenheit nutzen, noch schnell eine Überweisung zu tätigen. Sie betrat den hellen, freundlichen Raum und hielt mit der Kassiererin, Frau Helga Winter, ein Schwätzchen.
Sie half der alten Dame beim Ausfüllen des Formulares. „Ganz schön unheimlich, diese Stille“, bemerkte die Rentnerin ....

Wie es weiter geht? Freitag, der 13te wird voraussichtlich Anfang September veröffentlicht.


Montag, 23. Juli 2007

Schneetreiben von Klaus D. Bornemann

Heute ist Montag, und es regnet auch noch, dabei hatten wir gestern einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Na ja, wird die Runde mit dem Hund eben etwas kleiner ausfallen.
Heute habe ich telefoniert, mit der Druckerei wegen der Angebote und weil das Druckmuster immer noch nicht angekommen ist. Nach dem Statement für Schlesien bei Blücher nachgefragt, kein Glück gehabt, die zuständige Person ist erst am Freitag wieder da. Habe mehrfach versucht Mike anzurufen, warte immer noch auf einen Rückruf. Kommt nicht. Raoul hatte auch keine Zeit und jetzt weiß ich nocht einmal mehr, was ich ihn fragen wollte. Na, das wird mir sicher wieder einfallen.
Den Autoren für Freitag habe ich eine Mail geschickt mit dem Inhaltsverzeichnis und eine Anfrage wegen Fotos und Audiodatei.
Damit ihr noch ein wenig neugieriger auf Freitag, den 13ten werdet, veröffentliche ich einen Ausschnitt aus Schneetreiben von Klaus D. Bornemann.

Schneetreiben

...

Der alte Herr Kowalski ist jedenfalls erstaunt, den hellen freundlichen Klang der kleinen silbernen Glocke über der Eingangstür zu hören, denn selbst in der vorweihnachtlichen Zeit, wo doch jedermann auf Geschenkjagd zu sein scheint, verirrt sich kaum ein Kunde in seinen, zugegeben sehr altmodischen, Laden. Nächstes Jahr wird er das Geschäft wohl aufgeben müssen, die hohen Mieten, hier, in der nahezu besten Geschäftslage und natürlich die modernen Zeiten mit den vielen Discountern, da kann er einfach nicht mehr mithalten. Er mustert Neumann von oben bis unten. Gut geschnittener anthrazitfarbiger Mantel aus teurem Tuch, dafür hat er einen Blick, darunter fällt eine dunkelgraue Anzughose weich auf schwarze Halbschuhe, die selbst unter dem Straßenschmutz ihre 400 Euro Klasse durchscheinen lassen. Nein, denkt er resigniert, der will bestimmt nur nach einer Adresse oder dem Weg fragen.

„Hhm... hmm,“ Neumann eröffnet mit einem Räuspern.
„Kann ich ihnen helfen?“ fragt der alte grauhaarige Mann hinter dem Holztresen, auf dem in einer verglasten Vitrine ein paar Modelautos verschiedener Größen auf Kundschaft warten, er nähert sich bedächtig.
„Sie haben da so ‘ne alte ......“ Neumann macht eine kleine Pause, um das Wort wirken zu lassen, „na ja, so ‘ne alte Modelleisenbahn....“ wieder eine Unterbrechung „ die Lok, ist die zu verkaufen?“
Kowalski zögert einen Moment.
„Wissen sie..“ Neumann ist ungeduldig, wartet die Antwort nicht ab. „ .... als Kind wollte ich immer so eine Schnellzuglok der Baurreihe 03 ...“
Schweigen, man könnte eine Stecknadel fallen hören.
Kowalski wittert seine Chance auf ein einträgliches Geschäft, will den Mann aber etwas warten lassen, die Spannung erhöhen. Er lächelt. „Eigentlich will ich nur die gesamte Anlage verkaufen. Die 03 ist das Zugpferd, ohne sie ist der Rest nur noch die Hälfte wert, und wer weiß, ob ich sie dann überhaupt noch los werde.“
Neumann zuckt innerlich zusammen, er ahnt, was jetzt kommen wird und ein paar Hunderter verflüchtigen sich vor seinem geistigen Auge. Seine Stirn kräuselt sich, es ist Weihnachten, ich hab einen sehr guten Abschluss getätigt, will die Lokomotive, unbedingt und ich will nach Hause.
Nun gut ....“ grummelt er,„... ich zahle ihnen den Wert der gesamten Modellbahn, aber sie müssen den Rest behalten, ich brauche nur die 03. Ist das in Ordnung für sie?“
Kowalski grinst, grinst breit und seine Mundwinkel scheinen die unmittelbare Nähe der großen, abstehenden Ohren zu suchen.
Man ist sich nun schnell handelseinig, 250 Euro wechseln den Besitzer und Neumann hat trotz Allem das Gefühl, ein gutes Geschäft gemacht zu haben.
...

Anfang und Ende der Geschichte kann man in Freitag, der 13te nachlesen.